Ich hab ihn gesehen, in freier Wildbahn. Einen nicht gedopten Leichtathleten 100m Läufer.
Zwar nur 40m lang, weil dann war er aus dem Kamerabild verschwunden, aber er war da:
Shanahan Sanitoa aus Amerikanisch-Samoa.
Am Ende kam er mit eine Zeit von 12.6 Sekunden ins Ziel. Eine Zeit, so behaupte ich aus eigener Erfahrung, die man man ohne die Verwendung unerlaubter medizinischer Hilfsmittel erreichen kann.
Ich behaupte zwar im Umkehrschluss nicht, daß der Rest des Feldes gedopt war, aber Shanahan Sanitoa nehme ich es einfach ab. Denn seine Zeit bin ich in der 10. Klasse auch schon gelaufen, und ich war damals nicht dedopt. Ja, ich war in meiner Laufbahn sogar ungedopt fast eine Sekunde schneller als er, insofern ist er für mich der Held der Olympischen Doping-Spiele. Denn wenn ich ungedopt war, kann er es auch sein.
Nicht die Herren Bolt und Powell die so schön über Blutentzug klagen, nicht dieser hochgezüchtete Schwimmer der von Weltrekord zu Medaille spritzt schwimmt.
Shanahan Sanitoa ist der erste wahre Held dieser für mich unbedeutesten Spiele der Neuzeit.

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